Keine militärische Forschung an der Uni Zürich

Posted on:November 5, 2015

Author:GSoA

Category:Forschung

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Studierende fordern von der Universität Zürich, keine militärische Forschung mehr zu betreiben. Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) hat der Leitung der Universität Zürich ein Transparent mit 200 Unterschriften von Studierenden überreicht. Mit dem Transparent wurde der Forderung nach einer Zivilklausel, also einer Selbstverpflichtung der Universität, militärische Forschung zu unterbinden, Ausdruck verliehen.

Auch an der grössten Schweizer Universität wird Rüstungsforschung betrieben. Finanziert vom Pentagon führte beispielsweise ein Team der Universität Zürich bis 2012 ein Forschungsprojekt über die effiziente Suche in grossen Datenmengen durch. Insgesamt 80’000 Franken der Projektkosten übernahm dabei das Pentagon. Besonders brisant ist dabei, dass dem Pentagon auch die National Security Agency (NSA) untersteht. Forschende der Universität Zürich waren also daran beteiligt, für den berüchtigten Überwachungs- und Spähdienst nutzbare Forschung zu betreiben.

DSC01600_kleinDie GSoA und mit ihr die Studierenden wollen in Zukunft solche Skandale verhindern und fordern deshalb die Universität auf, proaktiv mittels einer Zivilklausel zu handeln. Die GSoA ist der Überzeugung, dass WissenschaftlerInnen ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. Hochschulen und Wissenschaft sollen im Dienste des Friedens stehen und nicht auf die Entwicklung von noch tödlicheren Waffen und noch umfassenderer Überwachung hinarbeiten.

Das Transparent wurde vom Leiter des Rektoratsdienstes, Thomas Tschümperlin, in Empfang genommen. Die Gespräche mit Studierenden und der Universitätsleitung werden so lange weitergeführt, bis auch die Universität Zürich eine Zivilklausel kennt. Für eine zivile Forschung und Lehre!

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