Mahnwache am Paradeplatz

Posted on:November 13, 2015

Author:GSoA

Category:Finanzierung

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Am 12. November wurde der neuste «Don’t Bank on the Bomb»-Report der internationalen Kampagne zur Abrüstung von Atomwaffen (ICAN) veröffentlicht. Der Report zeigt, dass Schweizer Finanzintermediäre ihre Investitionen in Atomwaffen produzierende Konzerne auch 2015 wieder erhöhten. Seit 2012 investierten sie insgesamt mehr als 6.4 Milliarden Franken. Die GSoA hat zusammen mit ICAN anlässlich dieser Publikation eine Mahnwache gegen die Schweizer Beteiligung an der atomaren Aufrüstung abgehalten.

Die UBS hält Beteiligungen an Atomwaffen produzierenden Konzernen in der der Höhe von 5’122 Mio. US-Dollar, die Credit Suisse in der Höhe von 1’410 Mio. US-Dollar. Gemäss dem Vorjahresbericht war die UBS 2014 noch mit 3700 Mio. US-Dollar involviert und hat damit ihre Beteiligungen in diesem Jahr stark ausgebaut.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die beiden Schweizer Grossbanken Atomwaffen auch in diesem Jahr über eine Milliarde Franken in Kernwaffenproduzenten investieren. Die Banken nutzen Regelungslücken im Finanzierungsverbot von Atomwaffen im schweizerischen Kriegsmaterialgesetz gezielt aus. Skandinavische Banken beweisen, dass diese Art von Profitmacherei durchaus vermeidbar ist und es sinnvollere Investitionsmöglichkeiten gibt.

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In ihrer Rede an der Mahnwache wies GSoA-Sekretärin Meret Schneider darauf hin, dass “die schweizerische Diplomatie mit über 100 anderen Ländern auf eine internationale atomare Abrüstung hinarbeite, während der Schweizer Finanzplatz diese Bemühungen sabotiere.“ Die GSoA fordert ein Ende der Beteiligung von Schweizer Banken an den Produzenten von Atomwaffen. Es braucht endlich ein effektives Finanzierungsverbot im Kriegsmaterialgesetz. Niemand kann ernsthaft daran interessiert sein, dass die globale Unsicherheit und Instabilität zunimmt – wie es beim atomaren Wettrüsten der Fall ist.

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