Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Fliegerabwehr-Ersatzteile für Hamad und Khalifa

Güterkategorie: Kriegsmaterial

Oerlikon GDF-003 35-mm-Zwillingskanone, Taiwan, 13.08.2011. 玄史生 / Wikimedia Commons (Eigenaufnahme). Via Wikimedia Commons. Illustration der Oerlikon-35-mm-Familie; kein Nachweis der konkreten Lieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Oerlikon GDF-003 35-mm-Zwillingskanone, Taiwan, 13.08.2011.

CC BY-SA 3.0

Der Bundesrat bewilligte 2018 Ersatzteile und Munition für Flugabwehrsysteme in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Entscheide wurden wegen der Beteiligung beider Staaten am Jemenkrieg kritisiert.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als Drittstaaten könnten zum Beispiel die folgenden Staaten dienen, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen geliefert haben: Bahrain: USA (1’768 Mio. TIV); Vereinigte Arabische Emirate: USA (9’818 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Zeitraum

2018

Quellen

  • SonntagsZeitung, 04.11.2018, S. 7: Nationalräte fordern Waffenexport-Stopp (Adrian Schmid)
  • Berner Zeitung online, 04.11.2018: Schweizer Export von Kriegsmaterial in die Golfregion nimmt stark zu (Adrian Schmid)
  • 20 Minuten online, 04.11.2018: Schweiz liefert Kampfjet-Teile ins Krisengebiet
  • Blick.ch, 26.02.2019: Waffen für zehn Millionen an die Emiratis (Sermin Faki und Ruedi Studer)