Pilatus-Lizenz für US-Trainingsflugzeuge
Güterkategorie: Besondere militärische Güter

1995 wählten die US-Streitkräfte das Beech-Pilatus-PC-9-System für das gemeinsame Pilotenausbildungsprogramm JPATS aus. Das angekündigte Programm umfasste 711 Flugzeuge. Die Fertigung war in den USA vorgesehen; Pilatus sollte Lizenzgebühren erhalten. Der Auftrag wurde 1997 in der Schweizer Exportdebatte als Beispiel der internationalen Vermarktung militärischer Trainingsflugzeuge angeführt.
Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision
Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Für die USA als heutigen Anhang-2-Staat würde Art. 22a Abs. 2bis das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufheben und die Bewilligung zur Regel machen. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern.
Länder
Unternehmen
Zeitraum
Auswahl des JPATS-Systems 1995; Berichterstattung 1997
Quellen
- Tribune de Genève, 24.05.1997: Le Pilatus est dans le collimateur des tiers-mondistes depuis vingt ans (Hauptartikel: O. G.; weitere Texte: C. T.; Foto: Olivier Heeb / AURA)
- Pilatus Aircraft Ltd: Chronik 2025, Einträge 1993, 1995 und 2012