Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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RUAG-Militärgut für Elbits Drohnensparte

Güterkategorie: Besondere militärische Güter

Rauch und Feuer an einem Hochhaus in Gaza-Stadt nach einem israelischen Angriff, 07.10.2023. Ali Hamad / APAimages für WAFA; Commons-VRT-Freigabe 2023102210002537. Via Wikimedia Commons. Kontextbild des Gazakriegs; kein Beleg für den Einsatz Schweizer Güter oder eine Verbindung zu diesem Angriff. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Rauch und Feuer an einem Hochhaus in Gaza-Stadt nach einem israelischen Angriff, 07.10.2023.

CC BY-SA 3.0

Die RUAG erhielt am 26. Juli 2024 eine Ausfuhrbewilligung für ein Gut der militärischen Kontrollkategorie ML10 im Wert von 450’000 Franken an die UAS-Division von Elbit Systems. Die veröffentlichte Dokumentfassung vom 17. Januar 2025 enthält keine lesbare Warenbezeichnung. Bewilligung 8048316 vom 26. Juli 2024 nennt die UAS-Division von Elbit in Nes Ziona als Empfänger und den Elbit-Standort Carmiel als vorübergehenden Empfänger. Der Wert beträgt 450’000 Franken, die Kontrollposition ML10. Die genaue Warenbezeichnung ist im veröffentlichten Dokument nicht zuverlässig lesbar; ein bestimmtes Drohnenmodell lässt sich daraus nicht bestimmen. Die Dokumentkopie trägt das Datum 17. Januar 2025.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Israel durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Israel einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Israel geliefert haben (5’009 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

Juli 2024; Dokumentstand Januar 2025

Quellen