Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Schweizer Feuerleittechnik für Salmans Raketenartillerie

Güterkategorie: Kriegsmaterial

König Salman bei einem Besuch in Russland, 05.10.2017; Ausschnitt. Präsidialer Presse- und Informationsdienst / www.kremlin.ru. Via Wikimedia Commons. Kontextporträt. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
König Salman bei einem Besuch in Russland, 05.10.2017; Ausschnitt.

CC BY 4.0

Rheinmetall Air Defence in Zürich lieferte Fieldguard-Feuerleittechnik für Raketenartilleriesysteme des brasilianischen Herstellers Avibras. 2018 bestätigte Rheinmetall einen Auftrag über vier Fieldguard-3-Systeme und Ersatzteile für 20 Millionen Euro mit Avibras als Hauptauftragnehmer; die Auslieferung war bis Ende 2019 vorgesehen. Saudische Streitkräfte verwendeten Avibras-Astros-Systeme im Jemen. Beim Angriff auf Saada am 15. Februar 2017 wurde der Einsatz brasilianischer Streumunition dokumentiert.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Brasilien und Saudi-Arabien durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Brasilien und Saudi-Arabien einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als Drittstaaten könnten zum Beispiel die folgenden Staaten dienen, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen geliefert haben: Brasilien: Frankreich (1’475 Mio. TIV); Saudi-Arabien: USA (24’295 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

Lieferbeziehungen vor und nach 2015; Angriff 2017; Bericht 2020

Quellen