Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Waffen über Somoza an Israel

Güterkategorie: Kriegsmaterial

Anastasio Somoza García, November 1936. Unbekannter Fotograf / Latin American Studies / Wikimedia Commons. Via Wikimedia Commons. Kontextporträt; Gemeinfreiheitsbegründung auf der Dateiseite. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Anastasio Somoza García, November 1936.

Public Domain laut Commons (PD-old; Public Domain Mark)

Israel erhielt trotz UNO-Waffenembargo Waffen aus Vermittlungsgeschäften zwischen der Schweiz und Nicaragua. Die Somoza-Diktatur erhielt Schweizer Kriegsmaterial.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Israel und Nicaragua durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Israel und Nicaragua einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als Drittstaaten könnten zum Beispiel die folgenden Staaten dienen, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen geliefert haben: Israel: USA (5’009 Mio. TIV); Nicaragua: Niederlande (13 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Zeitraum

Ende der 1940er-Jahre; Israel-Geschäft 1949

Quellen

  • Thomas Fischer, „Die Somoza-Connection: Schweizer Waffen für Nicaragua und Israel (1948–51)“, in Unheimliche Geschäfte, S. 269