Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Fliegerabwehr für Prayut Chan-o-cha

Güterkategorie: Kriegsmaterial

Oerlikon GDF-003 35-mm-Zwillingskanone, Taiwan, 13.08.2011. 玄史生 / Wikimedia Commons (Eigenaufnahme). Via Wikimedia Commons. Illustration der Oerlikon-35-mm-Familie; kein Nachweis der konkreten Lieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Oerlikon GDF-003 35-mm-Zwillingskanone, Taiwan, 13.08.2011.

CC BY-SA 3.0

Der Bund stoppte 2017 einen Export von Skyguard-Flugabwehrsystemen der Rheinmetall Air Defence an das thailändische Heer. Als Grund galt der bewaffnete Konflikt im Süden Thailands. Ein vergleichbares Geschäft war 2016 noch bewilligt worden. Rheinmetalls Mitteilung vom 11. Januar 2016 bezifferte den damaligen Auftrag auf vier Oerlikon-Skyguard-3-Feuerleitsysteme und acht 35-mm-Zwillingsgeschütze GDF007, ergänzt um AHEAD-Munition und Dienstleistungen.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Thailand durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Thailand einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Thailand geliefert haben (476 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

2016–2017

Quellen