Swiss War Materiel and Arms Exports

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Georg-Fischer-Ventile für Israels Phosphorhersteller

Goods category: Dual-Use-Güter (GKG)

Rauch und Feuer an einem Hochhaus in Gaza-Stadt nach einem israelischen Angriff, 07.10.2023. Ali Hamad / APAimages für WAFA; Commons-VRT-Freigabe 2023102210002537. Via Wikimedia Commons. Kontextbild des Gazakriegs; kein Beleg für den Einsatz Schweizer Güter oder eine Verbindung zu diesem Angriff. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Rauch und Feuer an einem Hochhaus in Gaza-Stadt nach einem israelischen Angriff, 07.10.2023.

CC BY-SA 3.0

Georg Fischer exportierte Ventile nach Israel; zu den Kunden gehörte Israel Chemical. Das Geschäft wurde im März 2026 im Zusammenhang mit der Herstellung von weissem Phosphor für militärische Zwecke durch den Empfänger öffentlich thematisiert. Die Bewilligungen 8051170 und 8051171 vom 28. Februar 2025 betreffen ICL in Beer Sheva über O. Stern Industrial Solutions in Ramat Gan. Erfasst sind zwei Kugelhähne 546 Pro PVDF für 109 Franken, sechs Kugelhähne 546 Pro PVDF/FKM für 389 Franken und ein Ventil 543 PVDF/FKM mit elektrischem Antrieb für 418 Franken. Die neun Positionen ergeben zusammen 916 Franken; dies ist keine Gesamtsumme aller Israel-Geschäfte von Georg Fischer. Die Kontrollposition ist 2B350.g2. Als weiterer Kunde wird die Raffinerie in Ashdod genannt.

Effect of the proposed War Materiel Act revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Israel durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Israel einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Israel geliefert haben (5’009 Mio. TIV).

Countries

Conflicts

Companies

Time period

2024–2025

Sources