Swiss War Materiel and Arms Exports

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Umstrittene Sidewinder-Reparatur für Südkorea

Goods category: Kriegsmaterial

Am 29. Juni 2005 befürwortete der Bundesrat eine Voranfrage zur Instandsetzung von 50 bis 100 Gefechtsköpfen südkoreanischer Sidewinder-Lenkwaffen in der Schweiz. Für RUAG Aerospace wurde ein Auftragswert von rund 2,5 Millionen Franken erwartet. Der Vorgang löste Kritik wegen der schweizerischen Rolle bei der Überwachung des Waffenstillstands in Korea aus. Bis zum Bericht der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats vom 7. November 2006 war kein formelles Bewilligungsgesuch eingereicht worden.

Effect of the proposed War Materiel Act revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Südkorea durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Südkorea einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Südkorea geliefert haben (10’404 Mio. TIV).

Countries

Conflicts

Companies

Time period

Voranfrage 2005; Stand November 2006

Sources