Swiss War Materiel and Arms Exports

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Panzerkanonen für König Abdullah II.

Goods category: Kriegsmaterial

Abdullah II. im Europäischen Parlament, 15.01.2020; Ausschnitt. © European Union / European Parliament (EP). Via Wikimedia Commons. Kontextporträt; abweichender Credit-Text auf der Dateiseite nennt zusätzlich CC BY 4.0. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Abdullah II.

CC BY 2.0 laut Commons-Dateiseite

RUAG lieferte 1999 ein 120-mm-Kanonenrohr nach Jordanien für die Aufrüstung eines Panzerprototyps. 2002 folgte ein weiteres Rohr im Wert von 789’150 Franken für einen modernisierten M60. Eine jordanische Lizenzproduktion wurde angestrebt. Im September 2001 erklärte der Bundesrat, zur geplanten Zusammenarbeit sei erst eine Voranfrage beurteilt worden. Eine Ausfuhr sollte nur zugelassen werden, wenn Jordanien sich verpflichtete, daraus entstandenes Kriegsmaterial ausschliesslich mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Schweiz weiterzuexportieren. 2002 bestätigte der Bundesrat den gelieferten Prototyp.

Effect of the proposed War Materiel Act revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Jordanien durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Jordanien einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Jordanien geliefert haben (677 Mio. TIV).

Countries

Companies

Time period

Prototyp 1999; Voranfrage 2000–2001; weitere Lieferung 2002

Sources