Senfgas-Vorprodukte für Saddam Hussein und Iran
Goods category: Dual-Use-Güter (Thiodiglykol; heutige Gütersystematik, historische Lieferungen vor dem GKG).

Public Domain (US-Regierungswerk; PD-USGov-CIA)
Effect of the proposed War Materiel Act revision
Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Irak und Iran durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Irak und Iran einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als Drittstaaten könnten zum Beispiel die folgenden Staaten dienen, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen geliefert haben: Irak: USA (3’948 Mio. TIV).
Countries
Conflicts
Companies
Time period
1985–1988; Bekanntwerden 1989; Gerichtsverfahren 2007–2016
Sources
- BaZ, 01./02.02.1989; NZZ, 01./02.02.1989
- Gerechtshof Den Haag, 09.05.2007, ECLI:NL:GHSGR:2007:BA6734 (englische Urteilsfassung; insbesondere Abschnitte 11 und 12)
- Hoge Raad, 30.06.2009, ECLI:NL:HR:2009:BG4822 (Urteilstext; Strafmass 16 Jahre und 6 Monate)
- Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Van Anraat v. the Netherlands, Nr. 65389/09, Entscheidung vom 06.07.2010
- Avocats Sans Frontières: Justice in a Globalised Economy – Corporate Responsibility and Accountability in European Courts, S. 40 (FCA Contractor und Frans van Anraat)
- Court of Appeals of Texas, Fourteenth District: Alarcon v. Alcolac, Nr. 14-14-00377-CV, 10.03.2016 (Urteilstext)